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SEO-Audit: Analyse für beste Rankings

Das SEO-Audit ist ein wichtiger Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Dabei handelt es sich um eine vollständige Analyse der Website mit dem Ziel, Optimierungspotenziale zu identifizieren und Deine Rankings zu verbessern. Dabei ist es wichtig, die größten Potenziale zu erkennen und die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Besonders in größeren Firmen dauert es oft recht lange, bis diese umgesetzt werden. Daher solltest Du Dich auf die wichtigsten Stellschrauben fokussieren. Wir zeigen Dir, worauf es bei der Erstellung eines SEO-Audits wirklich ankommt.

Im folgenden Video erhältst Du vorab bereits einen kurzen Einblick, wie Du mithilfe von SEO-Tools wie SEMrush erste Optimierungspotenziale identifizierst und so bereits einen Teil Deines SEO-Audits bearbeiten kannst.

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein SEO-Audit und was beinhaltet es?

Als SEO-Audit wird die Analyse einer Webseite anhand relevanter SEO-Faktoren bezeichnet. Dabei wird die Seite auf Probleme, Fehler und ungenutzte Optimierungspotenziale untersucht, die die Sichtbarkeit in den organischen (unbezahlten) Suchergebnissen von Suchmaschinen wie Google beeinflussen können. Dabei kann ein SEO-Audit unterschiedliche Schwerpunkte umfassen.

Ein Inhouse SEO etwa wird zu Beginn seiner Tätigkeit einen umfassenden Rundum-Check durchführen. Sollen beispielsweise Ladezeiten und Indexierbarkeit der Seite optimiert werden, erfolgt eine technische SEO-Analyse. Ein Relaunch oder eine Zusammenführung von Domains wiederum macht eine detaillierte Analyse der internen und externen Verlinkungen notwendig, damit keine wichtigen Weiterleitungen extern verlinkter URLs sowie relevanter eigener Inhalte vergessen werden.

Je nach Situation und Zielsetzung kann das SEO-Audit also sehr unterschiedlich aussehen. Zu den wichtigsten Gegenständen der Analyse zählen jedoch meist diese Punkte:

  • Sichtbarkeit: Rankt die Domain für relevante Suchbegriffe (Keywords) in der Google-Suche?
  • Indexierbarkeit: Werden relevante Inhalte korrekt gecrawlt und indexiert
  • Nutzerfreundlichkeit: Ist die Seite auch für Mobilgeräte optimiert, schnell, logisch aufgebaut und uneingeschränkt sowie intuitiv nutzbar? Die Seite sollte eine gute Nutzererfahrung (UX, von engl.: User Experience) ermöglichen.
  • Content-Analyse: Sind die Inhalte aller relevanten Seiten einzigartig, für relevante Keywords optimiert und bieten einen Mehrwert? Gibt es dünne bzw. doppelte Inhalte auf mehreren URLs?
  • Onpage SEO: Gibt es weitere SEO-relevante Probleme auf der Seite, z. B. Fehler in den Meta-Tags?
  • Offpage SEO: Hat die Website hochwertige Backlinks oder vielleicht sogar ein schädliches Backlinkprofil?
  • Mitbewerberanalyse: Wie gut sind die Mitbewerber aufgestellt und was machen sie ggf. besser?
  • Fazit: Eine Zusammenfassung mit Handlungsempfehlungen und einer Priorisierung der Maßnahmen.

SEO-Audit richtig strukturieren

Um bei der Priorisierung und Umsetzung der Maßnahmen nicht den Überblick zu verlieren, sollte ein SEO-Audit gut strukturiert sein. Dazu kannst Du Dich an drei grundlegenden Fragen orientieren:

  1. Was ist der Fehler? Beispiel: Ein Großteil der Seiten verfügt über keine einzigartigen Title-Tags.

  2. Warum ist der Fehler aus SEO-Sicht ein Problem? Diese Frage ist besonders relevant, wenn Du mit anderen Abteilungen zusammenarbeitest und auf die Ressourcen von Entwicklern angewiesen bist. Die Entscheidung, ob eine Maßnahme umgesetzt wird oder nicht, wird oft anhand des zu erwartenden Nutzen getroffen. Die Beschreibung der Sinnhaftigkeit der Maßnahme kann Dir also dabei helfen, die nötigen Ressourcen für die Optimierung zu erhalten.

  3. Wie kann die Optimierung mit möglichst geringen Ressourcen erfolgen? Wenn Du bereits weißt, welche Lösung es gibt, dann schreibe sie kurz im Audit nieder und teile Dein Wissen mit den zuständigen Abteilungen. Dies hilft den Entwicklern auch bei einer Aufwandsschätzung.

Diese Tools brauchst Du für ein SEO-Audit

Du brauchst nicht viele Tools für ein SEO-Audit, ganz ohne SEO-Tools geht es aber nicht. Schließlich benötigst Du umfassende Daten zu Deinen Keywords, Rankings und Backlinks sowie einen detaillierten Blick auf den technischen Zustand der Domain.

Google Analytics, Google Search Console und Pagespeed Insights

Zu den essenziellen und kostenlos nutzbaren Tools zählen Google Analytics und die Google Search Console. Hier erhältst Du Daten zum Nutzerverhalten und zur Performance Deiner Domain, die andere Tools Dir entweder gar nicht oder nur basierend auf geschätzten Werten liefern können.

Google Analytics gibt Daten zu den Zugriffen auf die Webseite wieder und zeigt, über welche Zugriffskanäle Nutzer auf die Seite gekommen sind. Ebenso lassen sich Daten zum Nutzerverhalten und Umsätzen bzw. Transaktionen erheben. Diese Daten sind wichtig, um den Wert von Rankings zu messen, URLs für die Optimierung zu priorisieren oder Seiten mit sehr wenig Traffic oder hohen Absprungraten zu identifizieren – also einen großen Anteil an Nutzern, die die Seite ohne Klick auf eine Unterseite wieder verlassen.

Letzteres kann auf eine Unzufriedenheit der Nutzer mit der Webseite hindeuten, ist aber im Einzelfall zu betrachten. Denn ob eine Seite eine gute oder schlechte Absprungrate hat, kann nicht pauschalisiert werden und ist abhängig vom jeweiligen Thema sowie der Funktion der Seite. So wird eine Ratgeberseite für gewöhnlich mehr Absprünge aufweisen als eine Shop-Seite mit mehr Möglichkeiten zur Interaktion.

Die Google Search Console gibt Dir einen detaillierten Einblick, für welche Suchbegriffe Deine Domain in der Suchmaschine Google gefunden wurde. Hier erfährst Du außerdem, wie oft Deine Seiten in den Suchergebnissen angezeigt wurden und wie oft Nutzer auf diese geklickt haben. Zudem kannst Du prüfen, ob Deine Webseite hier korrekt indexiert wurde oder ob manuelle Maßnahmen gegen Deine Seite eingeleitet wurden, etwa aufgrund eines toxischen Linkprofils.

In der Google Search Console findest Du zusätzlich eine Verknüpfung zu Pagespeed Insights. Mit dem Tool kannst Du die Ladegeschwindigkeit Deiner Webseiten für Desktop- und Mobilgeräte messen. Bedenke jedoch, dass die Search Console erst Daten ab dem Zeitpunkt erfasst, an dem Du Deine Domain als Property in dem Tool angelegt hast.

SEO-Toolbox wie Sistrix, SEMrush und Ahrefs

Für Dein SEO-Audit benötigst Du für gewöhnlich ein Tool, das Dir einen SEO-Rundumblick erlaubt und auch technische Fehler aufdeckt. Sistrix, SEMrush und Ahrefs gehören hier zu den geläufigsten Tools. Sie geben Dir Einblicke in Rankings und den Zustand Deiner Webseite. Auch kannst Du diese Tools zur Recherche und Analyse von Keywords nutzen. So kannst Du Dir einen Überblick verschaffen, welche noch ungenutzten Keywords Deine Mitbewerber verwenden oder ob Du die richtigen Keywords für Deine Website gewählt hast. Mitunter gibt es vielleicht weniger umkämpfte, relevantere Keywords, die sogar ein höheres Suchvolumen aufweisen.

Zusätzlich solltest Du einen Crawler wie Screaming Frog nutzen, um die Domain nach technischen Problemen zu durchforsten. Dieser ist wesentlich günstiger, erfordert jedoch einige Kenntnisse im Umgang und bietet keine Daten zu Rankings und Keywords. In Kombination mit der Google Search Console kann ein solcher Crawler jedoch eine Alternative sein, um Dein SEO-Audit auch ohne Toolbox durchzuführen, wenn das Budget knapp ist. Aufgrund der Fülle an Informationen zum technischen Zustand der Seite ist Screaming Frog heute ein essenzielles Tool für viele SEO-Verantwortliche.

Testtool für Schema-Markup

Wenn Deine Domain strukturierte Daten verwendet, kann es sich lohnen, diese im Zuge des SEO-Audits einem Test zu unterziehen. Zwar erhältst Du auch in der Google Search Console Daten zur Darstellung von strukturierten Daten in den Suchergebnissen. Diese können jedoch unvollständig sein. Um sicherzugehen, dass das Markup korrekt eingebunden wurde und in den Snippets dargestellt werden können, kannst Du Seiten mit dem frei nutzbaren Testtool für Schema-Markup überprüfen.

Eine Massenabfrage für alle URLs ist zwar leider nicht möglich, aber da strukturierte Daten in der Regel automatisiert für verschiedene Seitentypen oder Elemente eingebunden werden, kannst Du den Test stichprobenartig vornehmen. Wurde das Markup hingegen für jede Seite einzeln eingebunden, kannst Du einen Crawler wie Screaming Frog nutzen, um die korrekte Einbindung der strukturierten Daten domainweit zu überprüfen.

Im Video erhältst Du zusätzlich ein paar Geheimtipps zu weiteren hilfreichen SEO-Tools:

So führst Du ein SEO-Audit durch

Die folgenden Tipps zeigen Dir, wie Du ein SEO-Audit erfolgreich durchführen kannst und welche potenziellen Fehler und Optimierungspotenziale Du prüfen solltest. So kannst Du Probleme identifizieren, die Deinem SEO-Erfolg bisher möglicherweise im Weg standen. Das können etwa Crawling-Probleme sein, die verhindern, dass Suchmaschinen wie Google Deine Inhalte richtig lesen und indexieren können. Oder Fehler in der Seitenstruktur, die zu doppelten Inhalten (Duplicate Content) führen, welche um Rankings konkurrieren und sich kannibalisieren.

Dein SEO-Audit kann dabei auch weit mehr Punkte umfassen als die nachfolgend aufgeführten. Die hier ausführlich beschriebenen Punkte jedoch sollten besonders im ersten SEO-Audit keinesfalls fehlen.

1. Seite crawlen und Fehler identifizieren

Verwendest Du ein SEO-Tool wie SEMrush, Sistrix oder Ahrefs solltest Du im ersten Schritt einen Crawl der Domain starten. Diese Tools prüfen die Seite dann auf mögliche Fehler und Probleme, die Du sammeln und in das SEO-Audit aufnehmen kannst. Die von Problemen betroffenen URLs kannst Du als Tabelle exportieren und diese Deinen Entwicklern zur Bearbeitung bereitstellen.

Das „Site Audit” in SEMrush etwa analysiert den technischen Zustand der Seite und gibt Hinweise zur Bedeutung und Lösung von Problemen:

Infografik: SEO Site Audit in SEMrush

Auch das „Site Audit“ von Ahrefs ermöglicht Dir detaillierte Einblicke in hauptsächlich technische Auffälligkeiten und betroffene URLs mit einer kurzen Beschreibung des Problems:

Sistrix bietet ebenfalls eine Audit-Funktion mit Problembeschreibung und Handlungsempfehlungen. Um sie zu nutzen, musst Du Deine Domain im Tool als Projekt anlegen und nach einer Anpassung der Einstellungen den Crawl starten:

Anschauungsbild: SEO Audit in Sistrix

Alle Tools haben ihre Vor- und Nachteile, sind aber zu gleichen Teilen für das SEO-Audit nutzbar. Für welches Du Dich entscheiden solltest, ist hauptsächlich eine Frage des Geschmacks. Wenn Du die Möglichkeit hast, sie zu testen, solltest Du Dich für das Tool entscheiden, mit dem Du am besten zurechtkommst.

2. Relevante Rankings erfassen und mit Mitbewerbern vergleichen

Um die SEO-Performance der Website zu messen und die richtigen Stellschrauben für die Suchmaschinenoptimierung zu identifizieren, musst Du Deine Rankings kennen und wissen, wie gut Deine Mitbewerber aufgestellt sind. Zur Analyse Deiner Rankings und der Deiner Konkurrenz kannst Du Tools wie Sistrix, Ahrefs oder SEMrush nutzen. Zusätzlich bietet Dir die Google Search Console die präzisesten Daten zu Deinen Rankings. Allerdings erhältst Du dort keinerlei Einblick in die Leistungsdaten der Mitbewerber, was die GSC für einen Abgleich mit der Konkurrenz untauglich macht.

In den Tools kannst Du relevante Keywords für ein gezieltes Monitoring hinterlegen und Veränderungen für Dein Keyword-Set regelmäßig abfragen.

Rankings messen in SEMrush
Rankings gezielt erfassen mit dem Position-Tracking in SEMrush.
Rank Tracker in Ahrefs
Übersicht der eigenen Rankings im Site Explorer von Ahrefs. Im Rank Tracker kann ein eigenes Keyword-Set zum Monitoring hinterlegt werden.
Keywords analysieren und vergleichen in Sistrix
Erfassen und Filtern von Rankingveränderungen in Sistrix. Auch hier kann eine eigene Keywordliste hinterlegt werden.

Bei der Rankinganalyse des SEO-Audits solltest Du Dich auf Keywords fokussieren, die für die Webseite bzw. das Unternehmen wirklich relevant sind. Denn ein gutes Ranking ist nicht viel wert, wenn es keinen Beitrag zum Unternehmenserfolg liefert. Eine Erkenntnis des SEO-Audits kann somit auch sein, dass die Strategie hinsichtlich der Keywordauswahl angepasst werden muss. Etwa wenn zwar gute Rankings vorhanden sind, die bisher ausgewählten Keywords aber nicht zu den Unternehmenszielen passen. Hier spielt die Suchintention des Nutzers eine große Rolle, dazu aber später mehr.

Die Keywords der Mitbewerber analysieren

Wenn Du bereits ein Set mit relevanten Keywords angelegt hast, kannst Du insbesondere die genannten SEO-Tools nutzen, um die eigenen Rankings mit denen der Konkurrenz zu vergleichen. Auch kannst Du Deine Domain mit den Wettbewerbern vergleichen, um zu ermitteln, welche Keywords die Konkurrenz nutzt, Du aber noch nicht. So ergeben sich mitunter Perspektiven zur Optimierung für neue oder bessere Keywords.

Anschauungsbild: Wettbewerbsvergleich mit Sistrix für den SEO-Audit
Tools wie Sistrix ermöglichen eine Mitbewerberanalyse für das SEO-Audit.

3. Indexierte URLs prüfen und Duplikate identifizieren

In diesem Schritt des SEO-Audits geht es darum, einen Eindruck von den indexierten Seiten zu gewinnen. Genauer, um die Anzahl der indexierten Seiten und darum, ob sich Duplikate im Index befinden. Das kann Dir Hinweise auf eventuelle Probleme liefern. Bestimmte Duplikate kannst Du mithilfe verschiedener SEO-Tools und der Google Search Console identifizieren. Eine ersten Check kannst Du aber auch ohne Tools durchführen. 

Dazu rufst Du einfach Google auf und nutze die Site-Abfrage: “site:deinedomain.tld”:

Infografik: Mit der Site-Abfrage Indexierung prüfen

Mit der Site-Abfrage werden nur Ergebnisse der jeweiligen Domain angezeigt, die bei Google indexiert sind. Wie Du siehst, erhältst Du auch Informationen zur Anzahl der Ergebnisse. Vor allem Online-Shops mit einer Vielzahl an Produktseiten erreichen hier oft hohe Zahlen. Wenn diese Dir aber viel zu hoch erscheinen, gibt es womöglich Probleme mit der Seitenarchitektur, URL- und Navigationsstruktur. Dazu gehören u. a.:

  • Probleme mit Parameter-URLs
  • Fehler bei der Paginierung
  • automatisch generierte Tag-Seiten
  • indexierbare Druckversionen von URLs
  • URLs, die sowohl per Groß- als auch Kleinschreibung erreichbar sind
  • Duplikate durch Fehler beim Einsatz von 404-Seiten und Canonical Tags
  • Probleme mit vielen durch eine Facettennavigation generierten URLs

Erscheint Dir die Zahl der indexierten Seiten hingegen zu niedrig, können dafür ebenfalls Duplikate verantwortlich sein. Doppelte Inhalte (Duplicate Content) schadet Deinen Rankings, da Suchmaschinen dann nicht eindeutig zuordnen können, welche Seite für eine Suchanfrage relevant ist. Dies kann dazu führen, dass die Seiten ständig gegeneinander getestet werden und an Rankings verlieren oder sogar völlig aus dem Index verschwinden. Entdeckst Du bei der Site-Abfrage direkt unterschiedliche Versionen derselben Seite bzw. desselben Inhalts, hast Du bereits doppelte Inhalte identifiziert. Wenn Du die gesamte Domain nach internem Duplicate Content durchsuchen möchtest, kannst Du übrigens Siteliner kostenfrei nutzen. Das Tool sucht nach doppelten Inhalten und zeigt Dir, welche Inhalte auf mehreren URLs verwendet werden. 

Eine weitere mögliche Erklärung für eine zu geringe Anzahl indexierter Seiten ist, dass der Inhalt Deiner Seiten zu dünn (Thin Content) oder aus Sicht der Suchmaschine nicht relevant genug ist, um indexiert zu werden. Natürlich kommen auch technische Probleme infrage, die Indexierungsprobleme verursachen können. 

4. Probleme bei der Indexierung ermitteln

Wie erwähnt kann es weitere Ursachen geben, warum Deine Seiten nicht indexiert werden. Das können unter anderem falsche Angaben für den Google-Bot in den Meta-Robots-Tags oder ein fehlerhafter Eintrag in der robots.txt sein, die dem Crawler den Zutritt zur Seite verwehrt.

Den Indexierungsstatus von URLs sowie die Gründe für eine nicht erfolgte Indexierung kannst Du in der Google Search Console abrufen.

Indexierungsprobleme mit der Search Console ermitteln
Die Google Search Console zeigt an, warum bestimmte Seiten nicht indexiert werden.

Häufige Ursachen für Indexierungsfehler

Die häufigsten Ursachen, die zu (Fehler-)Meldungen führen und / oder die Indexierbarkeit von Seiten beeinträchtigen, sind:

  • per Sitemap eingereichte Seiten, die per Canonical Tag auf eine andere Seite verweisen
  • nicht vorhandene Seiten (404) werden über die Sitemap eingereicht
  • der Crawler wird über die Datei robots.txt am Auslesen der Seite gehindert
  • Seiten werden per Noindex-Attribut im Meta-Robots-Tag von der Indexierung ausgeschlossen: <meta name=“robots“ content=“noindex“>

Bei der Interpretation des Berichts solltest Du bedenken, dass nicht immer zwangsläufig ein Handlungsbedarf besteht. Es kann gute Gründe dafür geben, dass eine URL vom Crawling oder der Indexierung ausgeschlossen ist – zum Beispiel, um Duplicate Content zu vermeiden oder irrelevante Inhalte vom Crawling und der Indexierung auszuschließen. Auch Weiterleitungen kommen auf so gut wie jeder Domain zum Einsatz. In die Sitemap gehören Sie aber nicht.

Übrigens: Häufig werden versehentlich Weiterleitungen mit dem Status-Code 302 (moved temporarily) für dauerhafte Redirects eingesetzt. Dieser signalisiert Suchmaschinen allerdings, dass es sich hierbei nur um eine temporäre Veränderung handelt und der Inhalt in Kürze wieder unter der alten URL zu finden sein wird. Der korrekte HTTP-Status für dauerhafte Weiterleitungen ist 301 (moved permanently).

5. Nutzt die Webseite HTTPS?

Insbesondere im ersten SEO-Audit sollte geprüft werden, ob die Domain HTTPS verwendet bzw. ob es dabei Lücken gibt. Im Idealfall nutzt die Domain ausschließlich HTTPS, denn es sorgt für eine verschlüsselte Übertragung der Daten von HTTP-Protokollen und damit für mehr Sicherheit der Nutzer.

Die Verwendung von HTTPS ist ein Rankingfaktor, sie hat also Einfluss auf Deine Rankings. Zusätzlich kennzeichnet Google HTTP-Seiten im Chrome-Browser mit dem Warnhinweis „nicht sicher”. Verwendet Deine Seite immer noch HTTP, solltest Du also besser früh als spät ein SSL-Zertifikat implementieren und auf HTTPS umsteigen. Denke anschließend unbedingt daran, alle HTTP-URLs auf ihre HTTPS-Gegenstücke mit dem Status 301 dauerhaft weiterzuleiten, sonst sind am Ende zwei Versionen einer Seite verfügbar und es entsteht Duplicate Content. Am besten notierst Du diese Empfehlung direkt im SEO-Audit, wenn Du noch HTTP-Seiten entdeckt hast.

Auch solltest Du sicherstellen, dass keine internen Links mehr auf HTTP-Seiten führen. Mit den gängigen Tools kannst Du prüfen, ob die Domain ausschließlich auf HTTPS läuft und ob es noch Links auf HTTP-Seiten gibt.

Analyse der HTTPS-Implementierung im SEO Site Audit
Informationen zur HTTPS-Implementierung im Site-Audit von SEMrush.

6. Ladezeiten und Core Web Vitals überprüfen

Die Ladegeschwindigkeit von Webseiten gehört zu den Rankingfaktoren der Suchmaschine Google. Sie beeinflusst dabei nicht nur das Ranking, sondern auch das Nutzerverhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer vorzeitig abspringen, steigt mit zunehmenden Ladezeiten laut Google enorm:

  • Erhöhung der Ladezeit von 1 s auf 3 s: Anstieg um 32 %
  • Erhöhung der Ladezeit von 1 s auf 5 s: Anstieg um 90 %
  • Erhöhung der Ladezeit von 1 s auf 6 s: Anstieg um 106 %
  • Erhöhung der Ladezeit von 1 s auf 10 s: Anstieg um 123 %

Um Deiner Webseite nutzerfreundlich zu gestalten, solltest Du daher für eine schnelle Seitengeschwindigkeit sorgen. Überdies hat Google 2021 mit dem Page Experience Update mit den Core Web Vitals Metriken eingeführt, die zur Beurteilung der Nutzerfreundlichkeit von Seiten dienen. Sie umfassen den Largest Contentful Paint (LCP), First Input Delay (FID) sowie den Cumulative Layout Shift (CLS):

  • Der LCP zeigt an, wie viel Zeit die Website benötigt, um das größte Element – etwa ein Bild – im sofort sichtbaren Bereich (above the fold) zu laden. Der Wert sollte nicht mehr als 2,5 Sekunden betragen.
  • Der FID gibt Auskunft über die Reaktionsfähigkeit Deiner Seite. Er misst die Dauer von der Interaktion des Nutzers mit der Seite (etwa der Klick auf einen Button) bis zur Reaktion. Also bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Browser eine Antwort liefern kann. Dieser Vorgang sollte in maximal 100 Millisekunden abgeschlossen sein.
  • Der CLS hingegen wertet die Stabilität des Seitenlayouts bei Ladevorgängen aus. Verschieben sich Elemente, wenn sich die Website aufbaut oder Inhalte nachlädt, kann dies der Nutzererfahrung schaden. Daher sollte der Messwert bei höchstens 0,1 liegen.

In der Google Search Console kannst Du nachvollziehen, ob Deine Webseiten den Test der Core Web Vitals bestehen.

Infografik: Core Web Vitals
Bericht zu den Core Web Vitals in der Google Search Console.

Betrachtest Du im SEO-Audit gezielt bestimmte URLs genauer, kannst Du auch Pagespeed Insights nutzen. Hier erhältst Du zusätzlich zur Auswertung der Ladezeiten und Core Web Vitals auch Angaben zu Ressourcen, die den Ladevorgang blockieren, sowie Hinweise zur Optimierung. Alternativ zeigen Dir Tools wie SEMrush, welche URLs zu langsam laden oder den Web Vitals Test nicht bestehen.

Bedenke jedoch, dass die Web Vitals und eine gute Ladegeschwindigkeit allein noch für keine gute User-Experience (UX) sorgen. Um Deine Nutzer zufrieden zu stimmen, solltest Du beispielsweise auch an eine intuitive Navigation, Inhalte mit Mehrwert und eine logische Informationsarchitektur denken.

7. Prüfe die Mobilfreundlichkeit der Webseite

Für Google gilt schon lange der Ansatz „mobile first”. Die Suchmaschine betrachtet zur Evaluierung und Indexierung in erster Linie die für Mobilgeräte bereitgestellten Inhalte. Sind bestimmte Inhalte nur über die Desktop-Version einer aufrufbar, kann es also sein, dass diese zunächst nicht gecrawlt werden. Generell sollte auf allen Endgeräten derselbe Inhalt aufrufbar und zur Nutzung optimiert worden sein. Im SEO-Audit solltest Du daher prüfen, ob es Seiten gibt, die kein Responsive Design bzw. keine mobile Version haben.

In der Google Search Console kannst Du kontrollieren, ob es Probleme mit der Mobilfreundlichkeit der Seite gibt.

Anschauungsbild: Mobilfreundlichkeit analysieren
Bericht zur Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten in der GSC.

In der Search Console erfährst Du außerdem, welche Probleme die Nutzbarkeit auf Mobilgeräten einschränken, auch wenn Du bereits eine mobile Version der Seite eingerichtet hast oder ein Responsive Design nutzt.

Im SEO-Audit Probleme auf Mobilgeräten mit der GSC analysieren.
Probleme und Fehler bei der mobilen Nutzung werden im Bericht zur Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten aufgeführt.

8. Gibt es manuelle Maßnahmen?

Verstößt Deine Webseite gegen die Grundlagen der Google Suche, kann die Suchmaschine manuelle Maßnahmen gegen die Seite einleiten. Dies kann zum Beispiel eine Deindexierung einzelner Inhalte oder der gesamten Domain aufgrund von Link-Spam oder eines Manipulationsversuches sein. Ist letzteres der Fall, wird die gesamte Webseite für keinen einzigen Suchbegriff mehr gefunden. Daher solltest Du dafür sorgen, dass Du in der Search Console immer nur diese Meldung findest:

Infografik: Keine Probleme mit manuellen Maßnahmen
Der Bericht „Manuelle Maßnahmen” sollte unbedingt frei von Problemen und Einträgen bleiben.

In der Google Search Console können Webmaster prüfen, ob eine manuelle Maßnahme vorliegt. In Googles Leitfaden zum Umgang mit manuellen Maßnahmen erfährst Du, wie Du im Einzelfall reagieren kannst, wenn Deine Seite betroffen ist. Die dort aufgeführten Punkte kannst Du außerdem als ergänzende Checkliste für das SEO-Audit nutzen, um die Einhaltung der Google-Richtlinien zu prüfen.

9. Tags und Linkstruktur

In diesem Teil des SEO-Audits solltest Du prüfen, ob alle wichtigen (also indexierbaren) Seiten relevante Tags korrekt einsetzen. Dazu gehören:

  • Title-Tag
  • Meta-Description
  • Meta-Robots-Tag
  • Alt-Tags für Bilder
  • Heading-Tags für Überschriften

In unserem Leitfaden zum Einsatz der Meta-Tags erfährst Du unter anderem, wie Du diese Tags korrekt einbinden kannst.

Überdies kann es sehr hilfreich sein, die interne Linkstruktur zu auditieren, um Schwachstellen in der Seiten- und Informationsarchitektur zu identifizieren. Idealerweise sollten die wichtigsten Inhalte auch die meisten internen Links erhalten und prominent (z. B. über die Navigation) verlinkt sein. Auf diese Weise erhalten sie wichtigste Relevanzsignale, die sich positiv auf das Ranking auswirken können. Du kannst mit verschiedenen SEO-Tools prüfen, wie oft Seiten intern verlinkt werden. Auch die Google Search Console gibt Dir einen guten Überblick über die Anzahl interner Verlinkungen.

SEO Audit der internen Verlinkung mit der Google Search Console
Der Bericht „Links” eignet sich gut zur Bewertung der internen Verlinkung im SEO-Audit.

Hier kannst Du per Klick auf die jeweilige URL auch nachvollziehen, von welchen Seiten aus verlinkt wird:

Analyse der intern verlinkenden Seiten in der GSC
Der Bericht „Links” eignet sich gut zur Bewertung der internen Verlinkung im SEO-Audit.

Zudem sollte die Seitenstruktur selbst eine wichtige Rolle im SEO-Audit spielen. Hierbei geht es darum, welche Kategorien und Seiten einander intern verlinken und so Navigationspfade aufbauen. Diese sollten einer logischen und thematisch gegliederten Struktur folgen, die weiter in die Tiefe der Domain führt, umso detaillierter der Inhalt wird. Idealerweise entstehen dabei Silos aus Kategorien mit inhaltlich verwandten Unterseiten, die sich gegenseitig verlinken.

Infografik: Webseite mit Siloing themenrelevant strukturieren
In relevanten Themenclustern aufgebaute Seitenstruktur.

Insbesondere bei Shops mit vielen Produkten gibt es häufig viele Wege oder Klickpfade, die zum selben Inhalt führen. Achte im SEO-Audit daher darauf, ob Probleme mit doppelten Inhalten existieren. Das kann schnell der Fall sein, wenn durch eine Facettennavigation oder Filter viele verschiedene URLs mit demselben Inhalt generiert werden, z. B.:

  • www.shop.de/kleidung/damen/schuhe/sneaker/
  • www.shop.de/kleidung/schuhe/damen/sneaker/
  • www.shop.de/kleidung/schuhe/sneaker/damen/

Daher sollte die Struktur Deiner URLs einer fest definierten Logik folgen und jedem Inhalt eine einzige URL zugeordnet sein, auf welche dann intern verlinkt wird.

Die Content-Analyse als Teil des SEO-Audits

Die Content-Optimierung gehört zu den wichtigsten Disziplinen in der Suchmaschinenoptimierung. Gut aufbereitete Seiteninhalte, die einen Mehrwert bieten, motivieren die Seitenbesucher, mehr über Dich und Deine Produkte zu erfahren. Wissen die Inhalte zu begeistern, bleiben Nutzer länger auf der Seite und interagieren häufiger mit ihr. So generiert Deine Seite wichtige Nutzersignale, die von Suchmaschinen ausgewertet werden und Deine Rankings beeinflussen können. Daher sollte vornehmlich das erste SEO-Audit eine Content-Analyse beinhalten.

10. Überprüfe die Suchintention Deiner Keywords

Mit Suchintention ist die Absicht des Nutzers gemeint, die ihn bewegt, ein bestimmtes Keyword in die Suchmaschine einzugeben. Die Suchintention hat einen erheblichen Einfluss auf die Optimierung Deiner Seiten und auf die Wahl der passenden Keywords. Denn eine Seite, die die Suchintention nicht trifft, wird keine guten Rankings erzielen. Daher solltest Du zur Wahl der richtigen Keywords die Suchergebnisse genau analysieren und prüfen, welche Inhalte die für die jeweilige Suchanfrage rankenden Seiten bieten. Frage Dich dazu Folgendes:

  • Welches Problem hat der Nutzer?
  • Nach welcher Lösung sucht er?
  • Sucht er nach Informationen, Produkten etc.?
  • Welche Seiten / Anbieter ranken für die Suchanfrage und warum?
  • Kann Deine Webseite / Dein Produkt eine Lösung anbieten?
  • Lohnt sich eine Optimierung oder ist das Keyword für Dein Geschäft irrelevant?

Im Rahmen des SEO-Audits kannst Du für einen schnellen Blick auf die Suchintention hinter Deinen Keywords eine Abfrage in den bereits genannten SEO-Tools starten. Je nachdem, welches Tool Du nutzt, findest Du dort verschiedene Klassifizierungen der Suchanfragen, die sich aber im Kern ähneln. SEMrush nutzt eine Einteilung der Suchbegriffe nach informationsorientierten (z. B. Suche nach Antworten), transaktionsorientierten (der Nutzer möchte eine Handlung ausführen, z. B. Conversion), kommerziellen (z. B. Suche nach Produktinformationen) oder navigationsorientierten (z. B. Suche nach der Webseite einer Marke) Suchbegriffen.

Infografik: Suchintention mit SEMrush ermitteln
Anzeige der Suchintention in SEMrush.

Sistrix nimmt eine ähnliche Unterteilung vor und ergänzt etwa die Intention „Visit”, die für regionale und lokale Suchen relevant ist. Dahinter verbirgt sich die Suche nach Angeboten oder Orten in der Nähe, meist mit der Absicht eines Besuchs.

Infografik: Suchintention mit Sistrix ermitteln
Anzeige der Suchintention in SEMrush.

Du solltest bei der Bewertung der Keywords im SEO-Audit jedoch nicht blind auf Tools vertrauen. Die angegebenen Suchintentionen müssen nämlich nicht der Realität entsprechen. Auch die Suchergebnisse sind keine absolut zuverlässige Quelle. Auch Google fällt es manchmal schwer, die Suchintention korrekt einzuschätzen. Zudem können sich Nutzerverhalten und Nutzererwartungen ändern. So sind auch die Suchergebnisse ständigen Veränderungen unterworfen. Daher ist es ratsam, die Zielgruppe genau zu analysieren und die Daten aus Google Analytics genau im Blick zu haben.

11. Duplicate und Thin Content identifizieren

Doppelte Inhalte (Duplicate Content) führen dazu, dass Suchmaschinen nicht eindeutig einschätzen können, welche der URLs mit identischem oder verwandtem Content für die Suchanfrage des Nutzers relevant sind. Als Folge können sich Deine Rankings verschlechtern, weil die Suchmaschine die Duplikate auf verschiedenen Positionen in den Suchergebnissen gegeneinander testet und die Nutzersignale auswertet. Daraus ergibt sich nicht selten ein andauernder Kreislauf, der zu einer kontinuierlichen Ranking-Verschlechterung führt.

Thin Content, also Seiten mit sehr wenig Inhalt, können ebenfalls als Duplikate gewertet werden. Gleichwohl bieten sie in den meisten Fällen keinen Mehrwert für den Nutzer, da relevante Informationen fehlen.

Wie weiter oben erwähnt, kannst Du Indexierungsprobleme durch Duplikate in der Google Search Console überprüfen. Die dort aufrufbaren Berichte müssen aber nicht vollständig sein. Daher kannst Du ergänzend mit einem SEO-Tool prüfen, ob weitere Probleme durch Duplicate Content oder Thin Content existieren.

Duplicate Content im SEO-Audit identifizieren
Doppelte Inhalte im SEMrush Site Audit.

12. Seiten ohne interne Verlinkung

Wenn von indexierbaren Seiten ohne interne Verlinkung die Rede ist, spricht man auch von verwaisten Seiten oder Orphan Pages. Da nicht ein einziger interner Link auf eine solche Seite führt, ist sie für Suchmaschinen schlecht crawlbar. Auch wird sie vermutlich nur wenig bis gar keinen Traffic erhalten und kann aus der Sicht von Suchmaschinen keine Relevanz aufbauen. Eine Analyse im Rahmen des SEO-Audits kann sich also lohnen, um hier Optimierungspotenziale aufzudecken.

Um verwaiste Seiten zu identifizieren, kannst Du auf die Audit-Funktionen der üblichen SEO-Tools zurückgreifen – vorausgesetzt, die XML-Sitemap listet alle indexierbaren Seiten auf. Ist dies nicht der Fall, haben auch die Crawler der Toolanbieter Schwierigkeiten, nicht verlinkte Seiten ausfindig zu machen. Dann kannst Du unter anderem Deine Entwickler fragen, ob sie eine Liste mit allen im Content-Management-System angelegten URLs exportieren können. Diese kannst Du dann zum Beispiel mit Screaming Frog crawlen, um Orphan Pages zu identifizieren.

Wenn von indexierbaren Seiten ohne interne Verlinkung die Rede ist, spricht man auch von verwaisten Seiten oder Orphan Pages. Da nicht ein einziger interner Link auf eine solche Seite führt, ist sie für Suchmaschinen schlecht crawlbar. Auch wird sie vermutlich nur wenig bis gar keinen Traffic erhalten und kann aus der Sicht von Suchmaschinen keine Relevanz aufbauen. Eine Analyse im Rahmen des SEO-Audits kann sich also lohnen, um hier Optimierungspotenziale aufzudecken.

Um verwaiste Seiten zu identifizieren, kannst Du auf die Audit-Funktionen der üblichen SEO-Tools zurückgreifen – vorausgesetzt, die XML-Sitemap listet alle indexierbaren Seiten auf. Ist dies nicht der Fall, haben auch die Crawler der Toolanbieter Schwierigkeiten, nicht verlinkte Seiten ausfindig zu machen. Dann kannst Du unter anderem Deine Entwickler fragen, ob sie eine Liste mit allen im Content-Management-System angelegten URLs exportieren können. Diese kannst Du dann zum Beispiel mit Screaming Frog crawlen, um Orphan Pages zu identifizieren.

Offpage-Audits

Im Offpage-SEO geht es um Optimierungen, die außerhalb der eigenen Webseite stattfinden. Dazu gehört unter anderem, eine starke Marke aufzubauen (Branding), gute Signale in Social Media zu generieren oder Erwähnungen (Mentions) im Internet zu fördern. Für die lokale Suchmaschinenoptimierung relevant sind auch regionale Erwähnungen und Einträge in lokalen Verzeichnissen und Branchenbüchern.

Allen voran geht es beim Offpage-SEO aber um den Aufbau guter Backlinks und ggf. die Entwertung schädlicher Verlinkungen. Da toxische Links Deinen Rankings schaden oder sogar zu manuellen Maßnahmen gegen die Seite führen können, sollte das Backlinkprofil auch in jedem allgemeinen SEO-Audit geprüft werden.

13. Checke Dein Backlinkprofil

Links, die von Drittseiten auf die eigene Seite verweisen, sind ein bedeutender Rankingfaktor. Hochwertige Links können Deine Rankings verbessern, minderwertige oder toxische Links werden im besten Fall ignoriert. Wird für die Suchmaschine deutlich, dass derartige Links durch Kauf oder Linktausch gewonnen wurden, können sie als Manipulationsversuch gewertet werden und die Rankings gefährden. Vor allem in umkämpften Märkten setzen dennoch viele Unternehmen auf den Linkkauf. Hier ist es besonders wichtig, das Linkprofil genauer zu analysieren. Nicht selten finden sich dann potenziell toxische Verweise im Backlinkprofil wieder.

Toxische Links können unterschiedliche Merkmale aufweisen. In der Regel haben sie mindestens eines der folgenden Merkmale:

  • stammt aus einem Linkverzeichnis
  • Verlinkung von Seiten, die zu Linknetzwerken gehören
  • linkgebende Website hat zahlreiche Satellitenseiten
  • Link stammt nicht aus einem Zielland
  • die verlinkende Seite wird nur für die Verlinkung genutzt
  • Link stammt von einer nicht indexierten Webseite
  • Links von gehackten oder Spam-Seiten

Um die Backlinks zu analysieren, kannst Du die üblichen SEO-Tools nutzen und potenziell schädliche Backlinks in eine tabellarische Übersicht exportieren.

Analyse des Backlinkprofils im SEO-Audit
Dashboard des Backlink Audits in SEMrush.

Hast Du im SEO-Audit toxische Backlinks identifiziert, sollten diese mithilfe des Google Disavow-Tools entwertet werden. Es wird von Google bereitgestellt und Du kannst es nutzen, um Deine Webseite von den linkgebenden Seiten zu distanzieren. Sind die Links oder ganze Domains im Disavow-Tool eingereicht, werden die Links entwertet und fließen nicht mehr in die Evaluierung der Seite ein. Wie genau das Tool angewendet wird, kannst Du in Googles Leitfaden „Links zu Ihrer Website für ungültig erklären” nachlesen.

Benötige ich eine Agentur für das SEO-Audit?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, denn die Antwort hängt davon ab, ob Du bereits Erfahrung in der Suchmaschinenoptimierung hast. Theoretisch kann jeder mit den notwendigen Tools ein SEO-Audit durchführen und die entsprechenden Daten zusammentragen. Um mit diesen Daten aber überhaupt etwas anfangen zu können und die richtigen Maßnahmen abzuleiten, sind Erfahrung und meist tiefergehende Fachkenntnisse nötig.

Eine Agentur mit der Durchführung des SEO-Audits zu beauftragen, kann also helfen, Optimierungspotenziale zu identifizieren, die richtigen Maßnahmen zu priorisieren und so letztendlich Ressourcen bei der Umsetzung zu sparen. Wenn Du unsicher bist, ob Du Hilfe bei Deinem SEO-Audit benötigst, lass uns gerne sprechen. Wir beurteilen Deinen Bedarf offen und ehrlich. Du erhältst ein Angebot nur, wenn es für Dich wirklich sinnvoll ist.

Was kostet ein SEO-Audit?

Die Durchführung und Auswertung eines SEO-Audits setzt einige Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung voraus. Daher entscheiden sich viele Unternehmen für ein extern durchgeführtes Audit. Die Kosten für ein SEO-Audit können je nach Größe der Domain und dem damit verbundenen Aufwand sehr unterschiedlich ausfallen. Vierstellige Angebote sind aber keine Seltenheit. Außergewöhnlich günstige Angebote solltest Du jedoch hinterfragen. Denn mitunter erhältst Du dort nur eine oberflächliche Betrachtung Deiner Webseite. Dennoch muss das teuerste Angebot nicht auch das beste sein. Mach Dir lieber einen Eindruck von der Professionalität der Agentur oder des Anbieters und entscheide dann.

Auch solltest Du die Kosten zur Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen mit in die Kalkulation aufnehmen. Denn Deine Entwickler werden vermutlich etwas Zeit benötigen, bis alle Empfehlungen implementiert sind.

In unserem SEO Check erhältst Du übrigens kostenlos und unverbindlich einen ersten Überblick über die größten Stellschrauben Deiner Domain und potenzielle Quick Wins, die Dein SEO vorantreiben können. So kannst Du Dir einen ersten Eindruck verschaffen, bevor Du Dich entschließt, extern ein umfassendes SEO-Audit durchführen zu lassen.

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Der Autor

Geschäftsführer
Christian B. Schmidt
Christian optimiert seit 1998 Websites und berät Unternehmen seit 2005 im Online Marketing. Als Geschäftsführer der Agentur verantwortet er Marketing und Vertrieb. In seiner Podcast- und Videoreihe #SEODRIVEN gibt er regelmäßig praktische Tipps zur Suchmaschinenoptimierung. Mehr über CBS

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