SEO-Strategie

In einfachen 7 Schritten Rankings verbessern

Die Frage nach der richtigen SEO-Strategie beschäftigt Webmaster und Unternehmen gleichermaßen. Dabei wird Suchmaschinenoptimierung jedoch häufig mit Keywordrecherche verwechselt und die SEO-Strategie umfasst am Ende nicht mehr als einen Maßnahmenplan zur Auswahl besserer Keywords.

Wenn Dir das bekannt vorkommt, solltest Du unbedingt weiterlesen. In diesem Leitfaden erfährst Du, worauf es bei einer ausgereiften SEO-Strategie wirklich ankommt und welche Fehler Du dabei vermeiden solltest. Im Video erhältst Du übrigens bereits erste Tipps zur Herangehensweise an Deine eigene Strategie.

Kurz und knapp – diese Dinge brauchst Du, um eine ausgereifte SEO-Strategie zu entwickeln:

  • fest definierte Unternehmensziele
  • SEO-Ziele und KPIs
  • ein umfassendes SEO-Audit (insbesondere Onpage, Content und technisches SEO)
  • Analyse Deiner Mitbewerber
  • Keywordrecherche und ein logisches Konzept für die Informationsarchitektur
  • Priorisierung der Maßnahmen

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Was ist eine SEO-Strategie?

Eine ausgereifte SEO-Strategie umfasst mehr als das Clustern von passenden Suchbegriffen in einer Excel-Tabelle und die Erstellung zielgruppengerechter Inhalte. Sie bildet vielmehr die Grundlage aller Maßnahmen für eine Suchmaschinenoptimierung, die zu den Bedürfnissen der Zielgruppe und der Unternehmensvision passt, um dort für mehr Sichtbarkeit zu sorgen, wo sich potenzielle Kunden aufhalten. Die SEO-Strategie ist der übergeordnete Projektplan für alle Maßnahmen, die im Bereich der Suchmaschinenoptimierung unternommen werden.

Welche SEO-Maßnahmen sinnvoll sind, hängt vor allem vom Geschäftsmodell und den Unternehmenszielen abhängig:

  • Das Geschäftsmodell bestimmt, wie die Seite strukturiert sein sollte und welche Inhalte sie bieten muss, um erfolgreich zu sein. Bedient die Webseite etwa einen Nischenmarkt, sind mitunter andere SEO-Maßnahmen erforderlich als zur Vermarktung von Massenprodukten. Das Geschäftsmodell beeinflusst nahezu alles, was mit der Seitenstruktur und den Inhalten Deiner Seite zu tun hat.
  • Die Unternehmensziele entscheiden maßgeblich, welche Optimierungsmaßnahmen sinnvoll sind. Stehen ganze Kategorien im Fokus oder sollen die Landingpages einzelner Produkte mehr Aufmerksamkeit erhalten, benötigst Du eine andere Strategie als in einem Szenario, dass eine domainweite Traffic-Steigerung und Verbesserung der Conversion Rate zum Ziel hat.

Deine SEO-Strategie ist also eine Roadmap für alle SEO-Maßnahmen, die sehr stark von den individuellen Zielen der Webseite, der Zielgruppe und dem angebotenen Produkt abhängig ist. Daher gibt es leider auch kein sinnvolles Template für eine vorgefertigte Strategie.

Darum ist eine SEO-Strategie so wichtig

Eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung benötigt Zeit und SEO ist nie abgeschlossen, denn Suchmaschinen, das Verhalten der Nutzer und Deine Mitbewerber verändern sich stetig. Auch kann der Erfolg der SEO-Strategie von der Autorität Deiner Marke in der jeweiligen Branche abhängen. Sie kann ein gutes Branding also nicht ersetzen. Dennoch ist eine gute Strategie für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung unersetzlich.

1. Damit Du Zeit und Ressourcen sparst

Ohne Strategie hast Du keine eindeutige Zielsetzung und läufst Gefahr, in alle Richtungen zu optimieren. Das kostet viel Zeit und Ressourcen. Und bringt oft nur wenig oder gar nichts. Für die Ausarbeitung einer SEO-Strategie unterziehst Du die Webseite einem gründlichen SEO-Audit und identifizierst so die größten Potenziale. Diese nimmst Du in Deinen Maßnahmenplan mit auf und kannst einzelne Maßnahmen koordiniert und priorisiert durchführen.

2. Um Low Hanging Fruits zu identifizieren

Dieser Vorteil ergibt sich direkt aus dem oben genannten Punkt. Wenn die SEO-Ziele klar definiert und die Optimierungspotenziale aufgedeckt sind, kannst Du die Maßnahmen identifizieren, welche schnell und einfach erledigt werden können. So wirken sich mitunter schon kleinere Maßnahmen wie die Optimierung von Title-Tags spürbar positiv auf Deine Sichtbarkeit oder Klickzahlen aus. Der Erfolg kann sich noch schneller einstellen, wenn Du weißt, welche Keywords an der Schwelle zur ersten Suchergebnisseite ranken und diese priorisierst.

3. Weil Du den Markt besser verstehst

Viele Unternehmen kennen den Markt und die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe nicht. Diese Aussage mag zunächst zweifelhaft klingen, ist aber doch Realität. Denke einmal darüber nach: Weißt Du, warum ein Teil der Nutzer lieber auf Deiner Seite konvertiert und ein anderer Teil bei der Konkurrenz? Ist Dir bekannt, wie es Mitbewerber schaffen, Deine Zielgruppe zum Klick anzuregen und von sich zu überzeugen?

Du merkst sicher bereits, dass SEO eng mit anderen Disziplinen des Online-Marketings verwoben ist. Auch wenn Du daraus bereits sicher einige Insights gewinnen kannst, hilft Dir die Erstellung einer SEO-Strategie dabei, Deine Zielgruppe und Konkurrenz besser zu verstehen. Dieses Verständnis ist essenziell, um erfolgreiche Maßnahmen abzuleiten.

Infografik: Suchintention und Keywords

Hierbei ist insbesondere die Keywordrecherche hilfreich. Einerseits analysierst Du, für welche Suchbegriffe die Mitbewerber besonders gut ranken. Andererseits ermittelst Du die Suchintention, die sich hinter einem Keyword verbirgt und kannst so Rückschlüsse auf die Bedürfnisse der Nutzer ziehen.

4. Um Rankingverluste und Abstrafungen zu vermeiden

Ohne eine strategische Fokussierung kann es passieren, dass Du die wichtigsten Seiten der Domain nicht im Blick hast und nicht fortlaufend optimierst. Führt die Konkurrenz Optimierungsmaßnahmen durch oder wird ein neues Google Core Update ausgerollt, können so schnell unbemerkte Rankingverluste entstehen.

Ohne eine übergeordnete SEO-Strategie steigt zudem das Risiko, dass auf operativer Ebene überoptimiert oder gegen die Grundlagen der Google Suche verstoßen wird. Dann kann es zu Abstrafungen und manuellen Maßnahmen kommen, die einen erheblichen Einbruch der Sichtbarkeit bedeuten können. Das kann übrigens auch passieren, wenn Du Dein Backlinkprofil nicht im Blick hast und sich zu viele toxische Backlinks anhäufen.

Infografik: Sichtbarkeitsverlust in Sistrix
Ohne die richtige Strategie fehlt womöglich der Blick auf wichtige SEO-Faktoren, was die Sichtbarkeit gefährden kann.

So entwickelst Du eine SEO-Strategie

Die folgenden Schritte zeigen Dir, was Du brauchst, um eine eigene Strategie zu entwickeln, die zu Deiner Seite passt. Wie bereits erwähnt, gibt es keine sinnvolle Vorlage für eine eigene SEO-Strategie. Die in diesem Leitfaden aufgeführten Punkte geben Dir aber Maßnahmen an die Hand, die Dir helfen, die richtigen Stellschrauben zur Optimierung zu identifizieren. Daran kannst Du dann Deine eigene Strategie ausrichten.

Infografik: Entwicklun einer SEO-Strategie im Zeitstrahl

An diesen Schritten kannst Du Dich zur Erstellung einer SEO-Strategie orientieren:

  1. definiere die wichtigsten SEO-KPIs und Ziele
  2. ermittle den Status quo mit einem SEO-Audit
  3. erhalte Daten aus einer Konkurrenzanalyse
  4. führe eine detaillierte Keywordrecherche durch
  5. entwickle eine Content-Strategie
  6. leite Maßnahmen ab und priorisiere sie
  7. prüfe Deine Erfolge und justiere nach, falls nötig

Du musst Dich dabei nicht strikt an die Reihenfolge halten. Am wichtigsten ist es, dass Du den Prozess mit der Definition der Ziele und KPIs beginnst und am Ende eine Keywordrecherche, die Daten aus der Konkurrenzanalyse und ein Dokument mit priorisierten Maßnahmen zur Optimierung der Website hast. Daraus kannst Du dann Deine SEO-Strategie ableiten.

Schritt 1: SEO-Ziele und KPIs definieren

Im ersten Schritt geht es neben der Frage, ob die Suchmaschinenoptimierung für Dich überhaupt einen Zugang zu relevanten Kanälen verspricht, darum, festzulegen, welche SEO-Ziele für Dein Geschäftsmodell wichtig sind. Das hilft Dir, die richtigen Stellschrauben zu identifizieren und Ressourcen sinnvoll einzusetzen. Bedenke bei der Definition der Ziele und der Auswahl der KPIs, was das übergeordnete Unternehmensziel ist. Geht es generell um mehr Umsatz oder stehen bestimmte Produkte im Fokus? Soll die Markenbekanntheit gesteigert und mehr Traffic erzielt werden?

In jedem Fall beeinflussen Deine SEO-Ziele die Auswahl passender Keywords:

  • Beispiel 1: Du hast ein einzigartiges Produkt, das noch unbekannt ist. Dann werden Nutzer auch nicht in Suchmaschinen danach suchen. Hier solltest Du herausfinden, wonach potenzielle Kunden suchen, bevor sie sich für die Lösungen der Konkurrenz entscheiden. Dazu kann ein geteilter Ansatz aus hochvolumigen Keywords und transaktionalen Long-Tail-Keywords sinnvoll sein, um Markenbekanntheit und Umsatz gleichermaßen zu fördern.
  • Beispiel 2: Deine Seite konkurriert mit starken Marken. Dann ist es umso wichtiger, einen genauen Blick auf die Konkurrenzanalyse zu werfen, um herauszufinden, wo sich Deine Mitbewerber noch nicht platziert haben und bei der Priorisierung von Keywords die Suchbegriffe zu bevorzugen, die eine geringere Wettbewerbsdichte aufweisen, bis Deine Webseite die nötige Autorität aufgebaut hat, um mit den großen Marken konkurrieren zu können.
  • Beispiel 3: Du hast eine kleine, sehr spezifische Zielgruppe. Dann bringen Dir Keywords mit hohem Suchvolumen in der Regel wenig. Fokussiere Dich stattdessen auf Keywords, die zu Deinem Produkt und den Bedürfnissen der Zielgruppe passen, um mehr Conversions zu generieren.

Um den Erfolg Deiner Maßnahmen messen zu können, solltest Du nun noch relevante Kennzahlen festlegen. Achte dabei darauf, dass die KPIs für die Unternehmensziele relevant sind und nicht zum Selbstzweck erhoben werden.

Mögliche KPIs für Deine SEO-Strategie

  • Organischer Traffic
  • Umsatz aus organischem Traffic
  • Klickrate in der organischen Suche
  • Rankings und Sichtbarkeit
  • Impressionen in der organischen Suche
  • Rankings im Vergleich mit der Konkurrenz

Ferner gibt es einige weitere, zum Teil indirekte SEO-Kennzahlen, die je nach Ziel der Strategie relevant sein können, z. B. wenn das Backlinkprofil optimiert werden soll. Dazu gehören:

  • Page Speed und Core Web Vitals Score
  • Anzahl der Backlinks und Linkpopularität
  • TrustRanks verschiedener Tools
  • Bounce Rate / Return-to-SERP-Rate
  • Anzahl relevanter Keywords mit Ranking
  • Rankingverteilung in den Suchergebnissen

Beachte hierbei, dass insbesondere KPIs wie die Bounce Rate (Absprungrate), die Linkpopularität und der Trust Rank nur eine bedingte Aussagekraft haben. Die Rankingverteilung hingegen kann Dir, wie erwähnt, Anhaltspunkte für Quick Wins liefern. Befinden sich relevante Keywords auf Googles zweiter Suchergebnisse, kannst Du hier mit gezielten Optimierungen für mitunter schnelle Erfolge sorgen.

Infografik: Gründe für SEO-KPIs

Schritt 2: Status quo mit einem SEO-Audit ermitteln

Um herauszufinden, wie gut die Seite bereits aus SEO-Sicht aufgestellt ist, solltest Du sie in einem SEO-Audit einer gründlichen Analyse unterziehen. Das Ziel ist es, technische Probleme, Fehler bei der Optimierung und Potenziale für die weitere Suchmaschinenoptimierung zu identifizieren. Idealerweise findest Du so auch Möglichkeiten für schnell umsetzbare Maßnahmen.

Technischen Zustand ermitteln

Den größten Abschnitt des Audits nimmt für gewöhnlich die Content- und Onpage-Analyse ein. Dabei analysierst Du unter anderem den technischen Zustand und die Struktur der Seite. Dazu gehören unter anderem diese Aspekte:

  • Informationsarchitektur
  • Navigation und interne Verlinkung
  • Indexierbarkeit und Crawling
  • Nutzer- und Mobilfreundlichkeit
  • Seitengeschwindigkeit und Core Web Vitals
  • Meta-Robots-Tag und Robots.txt
  • Hreflang-Tags
  • Duplicate Content
  • strukturierte Daten
  • Broken Links und Weiterleitungen
Infografik: Bereiche im technischen SEO

Content-Audit durchführen

Neben den technischen Aspekten sollte Dein Hauptaugenmerk auf den Inhalten der Seite liegen. Dazu solltest Du in einem Content-Audit besonders diese Punkte im Blick haben:

  • Ist die Seite nach Themenclustern strukturiert?
  • Relevante Keywords und bereits erzielte Rankings
  • Korrekte Verwendung von Keywords
  • Passt die Seite zur Suchintention hinter den Suchbegriffen, bietet sie die richtigen Lösungen und Informationen an?
  • Gibt es Seiten mit wenig oder gar keinem Inhalt (Soft-404)?
  • Sind die Seitentitel und Meta-Descriptions optimiert?
  • Hierarchische Überschriftenstruktur beginnend mit der H1
  • Welcher Content bringt am meisten Traffic und Umsatz?
  • Qualität der Inhalte insgesamt – schaffen die Inhalte Vertrauen und bieten zuverlässige Informationen?
Infografik: Content Audit Prozess

Offpage-Analyse & Check des Backlinkprofils

Neben den technischen bzw. Onpage-Aspekten solltest Du auch analysieren, wie gut es um die Offpage-Optimierung – also die Optimierung außerhalb der eigenen Domain – der Seite steht. In den meisten Fällen geht es hierbei neben Brandingmaßnahmen vor allem um das Backlinkprofil der Webseite. Links von vertrauenswürdigen und themenrelevanten URLs anderer Domains können von Suchmaschinen wie Google als Qualitätssignal gewertet werden und sich positiv auf die Autorität Deiner Domain und ihre Rankings auswirken.

Backlinks von nicht vertrauenswürdigen Seiten hingegen können sogar toxisch sein und negative Folgen bis hin zu einer Abstrafung haben. Dann können einzelne URLs oder die gesamte Domain aus dem Index entfernt werden. Daher solltest Du prüfen, ob die Webseite konstant gute Backlinks erhält oder ob ein Linkaufbau Teil Deiner SEO-Strategie sein sollte. Schädliche Links können mithilfe des Google Disavow-Tools entwertet werden. Im Local SEO können zusätzlich auch weitere Offpage-Signale wie regionale Links oder Einträge in regionalen Branchenbüchern und lokalen Verzeichnissen relevant sein.

Schritt 3: Die Konkurrenzanalyse

Die Analyse der Mitbewerber ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur eigenen SEO-Strategie. Sie zeigt Dir, wer Deine Konkurrenten sind, welche für die Nische spezifischen Besonderheiten es gibt und wie gut Du aktuell gegen den Wettbewerb bestehst. Für diesen Schritt benötigst Du mindestens ein SEO-Tool wie Sistrix, SEMrush oder Ahrefs. Mit ihrer Hilfe kannst Du ermitteln, …

  • wie viel Traffic die Konkurrenz in etwa generiert,
  • für welche Themen und Keywords sich Mitbewerber platziert haben,
  • mit welchen Inhalten der meiste Traffic erzielt wird,
  • wie häufig nach bestimmten Marken gesucht wird,
  • und wie stark das Backlinkprofil der Wettbewerber ist.

Diese Informationen helfen Dir, den Markt und Deine Position darin besser zu verstehen und die SEO-Strategie entsprechend auszurichten. Haben die Mitbewerber ein starkes Backlinkprofil, kann der Linkaufbau ein wichtiger Bestandteil des SEO-Plans sein, um die eigene Autorität zu erhöhen. Wird Deine Marke noch nicht so häufig von Nutzern gesucht wie die Konkurrenzmarken, kann es sich lohnen, ins Branding zu investieren. Außerdem findest Du so heraus, welche Content-Lücken die eigene Domain noch hat. Wenn es also Keywords oder relevante Themen gibt, die die Konkurrenz nutzt, Deine Seite aber noch nicht abdeckt, hast Du hier schon erste Ansatzpunkte zur Optimierung gefunden.

Ebenso sollte Dich die Konkurrenzanalyse anregen, die eigenen Alleinstellungsmerkmale (USPs) und Stärken zu identifizieren, die Dich von den Wettbewerbern unterscheiden – je einzigartiger und nützlicher Dein Business ist, desto größer sind die Erfolgschancen. Die Analyse wird in den meisten Fällen aber auch verdeutlichen, dass die Suchmaschinenoptimierung keine kurzfristige Angelegenheit ist. Denn für gewöhnlich findest Du in jedem Markt bereits Mitbewerber, die deutlich länger am Markt sind und ebenfalls SEO betreiben. Dieser Punkt ist essenziell, um realistische Erwartungen an die SEO-Strategie stellen zu können.

Schritt 4: Führe eine Keywordrecherche durch

Eine detaillierte Keywordrecherche ist essenziell für die Suchmaschinenoptimierung. Denn ohne die richtigen Suchbegriffe kannst Du Deine SEO-Ziele in der Regel nicht erreichen. In der Keywordrecherche identifizierst Du von Nutzern verwendete Suchbegriffe, die für Dein Geschäftsmodell relevant sind.

Am Ende der Recherche sollte eine Liste von Keywords stehen, die folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Suchvolumen
  • Wettbewerb
  • Suchintention
  • Struktur in Themenclustern

Suchvolumen

Die Keywords sollten ein möglichst hohes Suchvolumen haben, um gute Trafficzahlen generieren zu können. Bedenke aber, dass das höchste Suchvolumen keine Vorteile bringt, wenn der Wettbewerb zu stark oder das Keyword für Dein Business irrelevant ist.

Wettbewerb

Die Konkurrenz spielt eine entscheidende Rolle bei der Frage, ob oder wie gut Du für ein Keyword ranken kannst. Vor allem junge Domains mit wenig URLs haben oft Schwierigkeiten, sich gegen große Marken durchzusetzen. In einem solchen Fall ist es meist sinnvoll, sich auf weniger umkämpfte Suchbegriffe zu fokussieren. Trotz eines geringeren Suchvolumens werden so letztendlich mehr Nutzer Deine Seite besuchen.

Suchintention

Ob ein Suchbegriff für Dich relevant ist oder nicht, hängt auch (und vor allem) davon ab, wie relevant Deine Seite für die Bedürfnisse der Nutzer ist. Kann die Webseite keine relevanten Lösungen und Informationen anbieten, wird sie auch keine stabilen Rankings erzielen können. Nimm ein Keyword daher nur dann in die Liste auf, wenn Deine Webseite zur Suchintention des Nutzers passt.

Themencluster

Aus den Keywords sollte sich eine Struktur für themenverwandte Inhalte und URLs ergeben. Einzelne Keywords aus verschiedenen Themengebieten zu verwenden, verspricht nicht viel Erfolg. Viel wichtiger ist es, sich auf die Kernthemen des Unternehmens zu fokussieren und diese in Themenkomplexen zu organisieren. Für jeden Themenkomplex ergibt sich so eine logische Navigations- und Linkstruktur, die den Nutzer je nach Suchintention und Vorwissen weiter in die Tiefe der Seite und des Themas navigiert.

Infografik: Seitenstruktur mit Silos

Schritt 5: Erstelle eine Strategie für Deinen Content

Aus den Ergebnissen der Konkurrenzanalyse und der Keywordrecherche kannst Du nun eine Content-Strategie ableiten. Darin legst Du fest, …

  • welche Ziele mit der Content-Erstellung erreicht werden sollen,
  • für welche Keywords Du optimieren möchtest,
  • welche Inhalte Du benötigst, um einen Mehrwert und Vertrauen zu schaffen,
  • in welcher Reihenfolge und bis wann der Content erstellt werden soll,
  • welche Ressourcen dafür bereitstehen,
  • und wie Du die Inhalte auch abseits von SEO bewerben kannst.

So entsteht Schritt für Schritt ein Content-Plan, der Dir über einen längeren Zeitraum Orientierung bietet. Gibt es bereits einige Seiten auf der Domain, solltest Du den bestehenden Content analysieren, bevor Du die Strategie finalisierst. So findest Du mitunter Inhalte, die entfernt oder überarbeitet werden müssen. Diese fließen dann in Deine Planung mit ein.

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Die Ziele Deiner Content-Strategie sollten auf die Ziele der gesamten SEO-Strategie einzahlen. Achte daher besonders darauf, Keywords zu wählen, deren Suchintention für Dein Unternehmen relevant ist. Andernfalls wirst Du entweder keine guten Rankings erzielen können, da Dein Content keinen Mehrwert für den Nutzer bietet, oder die Rankings tragen nicht zum Unternehmenserfolg bei.

Schritt 6: Leite Maßnahmen ab und priorisiere sie

Wenn Du alle bisherigen Schritte erledigt hast, ist es nun an der Zeit, die richtigen Maßnahmen abzuleiten und zu priorisieren. An diesem Punkt nimmt Deine Strategie Gestalt an und Du erstellst einen SEO-Plan für die nächsten Monate. Hier solltest Du die Maßnahmen priorisieren, von denen Du Dir den größten Nutzen für Deine SEO-Ziele erhoffst. Dazu können unter anderem die folgenden Punkte in Deine Überlegungen einfließen:

  • Unternehmensziele
  • Geschäftsmodell
  • Ressourcen und Aufwand
  • Dauer der Umsetzung
  • Stärke des Wettbewerbs
  • zu erwartender Effekt der Maßnahme

Wie Du siehst, ist die Priorisierung der Maßnahmen eine sehr individuelle Angelegenheit. Daher kann es auch keine allgemeingültige Vorlage für eine SEO-Strategie geben.

Beispiele für Maßnahmen

Dennoch möchten wir Dir ein paar Beispiele an die Hand geben. Sie sollen Dir zeigen, wie Du die gewonnenen Erkenntnisse nutzt, um Deinen Maßnahmenplan sinnvoll auszurichten:

Beispiel 1: Im SEO-Audit hast Du erkannt, dass Deine Seite viele technische Fehler hat, die zu Problemen mit Duplicate Content oder der Indexierung von Inhalten führen können. Daher legst Du den Fokus zunächst auf technisches SEO und hast dabei auch die Seitenstruktur im Blick, um die Grundlage für weitere Optimierungen zu schaffen.

Beispiel 2: Im Content-Audit und der Keywordanalyse hast Du festgestellt, dass viele Deiner Inhalte seit Jahren nicht mehr aktualisiert und teilweise nicht auf passende Keywords optimiert wurden. Deshalb spielt die Überarbeitung der wichtigsten Inhalte eine zentrale Rolle in Deiner SEO-Strategie. Dabei fokussierst Du Dich vor allem auf relevante Keywords, für die Du bereits nahe der ersten Suchergebnisse von Google rankst.

Beispiel 3: Im SEO-Audit wird klar, dass die Informationsarchitektur der Seite unübersichtlich ist, was sich negativ auf die Nutzererfahrung auswirkt. Folglich zielt Deine SEO-Strategie auch darauf ab, die Webseite in eine logische sowie in Themencluster gegliederte Struktur zu überführen und eine intuitive Navigation zu ermöglichen. Mitunter kann hier auch ein Relaunch sinnvoll sein, wenn die Seite wirklich von Grund auf neu organisiert werden muss.

Beispiel 4: Die Analyse des Wettbewerbs hat gezeigt, dass die Wettbewerber ein stärkeres Backlinkprofil haben und Traffic über Inhalte generieren, die Du aktuell noch nicht anbietest. Du planst daher neue Inhalte, die die Content-Lücke schließen, und erstellst eine Strategie zum Aufbau nützlicher Backlinks.

Wenn Du jetzt noch unsicher bist, wie insbesondere Onpage-Maßnahmen richtig zu priorisieren sind, erhältst Du im Video weitere nützliche Tipps:

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Schritt 7: Prüfe Deine Erfolge und justiere nach

Die Optimierung einer Webseite endet nie. Auch mit der besten SEO-Strategie gibt es nach der Umsetzung der Maßnahmen immer wieder viel zu tun. Da sich Suchmaschinen und das Nutzerverhalten stetig weiterentwickeln, muss auch die SEO-Strategie gelegentlich angepasst werden. Spätestens nach einem Jahr solltest Du ein Fazit aus Deinen bisher erzielten Erfolgen, den Marktveränderungen und den noch offenen oder neuen Optimierungspotenzialen ziehen. Dann solltest Du den hier beschriebenen Prozess wiederholen, um Deine Strategie anzupassen und Deine Website noch erfolgreicher zu machen.

Allerdings solltest Du nicht in Panik verfallen und sofort Deine gesamte SEO-Strategie ändern, wenn Du nach ein paar Wochen noch keine befriedigenden Ergebnisse feststellen kannst. SEO braucht Zeit und bis Deine Maßnahmen wirken, können sechs Monate und mehr vergehen. Auch heute noch kann es passieren, dass sich einige Optimierungen erst nach dem nächsten größeren Google Update auszahlen.

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Fazit: Die richtige SEO-Strategie steht und fällt mit klar definierten Zielen

Welche Ziele verfolgt die Suchmaschinenoptimierung in Deinem Unternehmen? Diese Frage ist entscheidend für jede SEO-Strategie. Denn im SEO geht es für gewöhnlich darum, Leads und Umsätze zu generieren. Traffic und Sichtbarkeit sind dabei nur dann relevant, wenn sie auf diese Ziele einzahlen. Dazu benötigst Du die passende Strategie, um Deine Ressourcen effektiv einzusetzen, die richtige Zielgruppe anzusprechen und eine starke Marke in Deiner Marktnische aufzubauen. Das beste Ranking nützt Dir schließlich nichts, wenn es nicht zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Um dies zu erreichen, musst Du die Bedürfnisse der Zielgruppe sowie den Wettbewerb kennen. Bringst Du noch die nötige Ausdauer und Inhalte mit, die dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten und die Alleinstellungsmerkmale Deiner Marke herausstellen, ist der erste Schritt auf dem Weg zum Erfolg bereits getan. Nun gilt es, am Ball zu bleiben und Deine SEO-Strategie an den sich stetig verändernden Markt anzupassen. Wir wünschen Dir dabei viel Erfolg und mögen die Rankings mit Dir sein!

Ansprechpartner
Geschäftsführer
Christian B. Schmidt

Christian optimiert seit 1998 Websites und berät Unternehmen seit 2005 im Online Marketing. Als Geschäftsführer der Agentur verantwortet er Marketing und Vertrieb. Gerne beantwortet er Fragen und sendet weitere Informationen zu.