Keyword-Recherche

So findest Du die passenden Suchbegriffe

Unter einer Keyword-Recherche wird die Suche und Analyse relevanter Suchbegriffe (Keywords) für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einzelner Landingpages oder ganzer Domains verstanden. Ziel der Recherche ist es, geeignete Keywords und Keyword-Variationen zu identifizieren, die von der Zielgruppe verwendet werden und in den Suchergebnissen (SERPs) für relevante Begriffe zu ranken. Auf diese Weise soll mehr qualifizierter Traffic auf die Webseite gelangen.

Keywords sind dann sinnvoll, wenn das Suchvolumen, die Stärke des Wettbewerbs und die Suchintention zur Webseite passen. Die Keyword-Recherche steht am Anfang der Onpage-Optimierung, denn sie legt den Grundstein für Deine Content-Strategie, die Benennung von Kategorien und beeinflusst häufig den Aufbau der Seiten- und Informationsarchitektur.

Checkliste zur Keyword-Recherche auf einen Blick:

  1. Ziele setzen und Zielgruppe analysieren
  2. Konkurrenzanalyse und Keyword-Lücken identifizieren
  3. Liste mit Fokus-Keywords und Hauptthemen anlegen
  4. Themenverwandte Keywords recherchieren
  5. Suchbegriffe kategorisieren und in passenden Gruppen ordnen
  6. Datengetrieben bewerten und priorisieren, dabei auf Synonyme achten

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Grundlegende Metriken für die Keyword-Recherche

Suchvolumen

Das Suchvolumen gibt an, wie oft nach einem Keyword gesucht wird. Dabei handelt es sich um durchschnittliche Monatswerte, die auf Grundlage der Datenbasis des jeweiligen SEO-Tools errechnet werden. Die Werte können sich also je nach Tool unterscheiden. Dennoch ist das Suchvolumen ein nützlicher und wichtiger Faktor, um abzuschätzen, ob sich eine Optimierung für den jeweiligen Suchbegriff lohnt. Denn das beste Ranking nützt nichts, wenn niemand nach dem Keyword sucht.

Zu erwartender Traffic

Hierbei handelt es sich um eine Schätzung der Zahl der Besucher, die Dir ein Ranking auf der ersten Position der Suchergebnisse für das jeweilige Keyword bringen könnte. Diese Metrik berücksichtigt also nicht nur das Suchvolumen, sondern auch die Platzierung in den Suchergebnissen. Sie dient als Schätzwert jedoch lediglich als Orientierung und zur Vergleichbarkeit.

Cost per Click

Der CPC (Cost per Click) gibt an, wie viel Du bezahlen müsstest, um bei einer bezahlten Suche auf Position 1 zu landen. Auch wenn SEO auf unbezahlte Suchergebnisse abzielt, kann dieser Wert einen ersten Eindruck über den zu erwartenden Wettbewerb geben. Zusätzlich kannst Du bei einem niedrigen CPC mit Anzeigen schnell testen, ob eine langfristige Suchmaschinenoptimierung für ein Keyword oder Thema wirklich lohnenswert ist. Hat ein Suchbegriff 1.000 Klicks generiert, aber keine Conversions gebracht, ist er mit ziemlicher Sicherheit auch für SEO irrelevant.

Keyword Difficulty

Diese Kennzahl misst, wie anspruchsvoll ein Keyword ist, um in den Suchergebnissen von Suchmaschinen wie Google für eine bestimmte Suchphrase zu ranken. Die Keyword Difficulty basiert auf verschiedenen Faktoren wie der Konkurrenz, dem Suchvolumen und der Relevanz des Keywords. Je höher die Konkurrenz für ein bestimmtes Keyword ist, desto schwieriger ist es, in den Suchergebnissen aufzusteigen. 

Um die Keyword Difficulty zu bestimmen, werden spezielle Tools verwendet, die auf der Analyse von Daten aus Suchmaschinen basieren. Diese Tools können beispielsweise den Schwierigkeitsgrad von Keywords auf einer Skala von 1 bis 100 bewerten, wobei höhere Werte auf eine höhere Schwierigkeit hinweisen.

Aktuelles Ranking

Anhand des Rankings für einen Suchbegriff kannst Du ungefähr abschätzen, wie viel Zeit und Aufwand erforderlich ist, um auf die erste Suchergebnisseite zu gelangen. Rankt die Webseite bisher nicht für das Keyword, sind zumeist mehr Zeit und mitunter mehrere Optimierungsschritte erforderlich. 

Diese Metrik hilft, Chancen für Optimierungen und Low Hanging Fruits zu identifizieren. Seiten, die für relevante Suchanfragen bereits auf aussichtsreichen Positionen ranken – etwa auf der zweiten Suchergebnisse bei Google –, können oft mit relativ wenig Aufwand und in kurzer Zeit bessere Ergebnisse erzielen. Schon die Positionierung auf der ersten SERP führt meist zu einer erheblich höheren Klickrate.

Aktuelle Rankings kannst Du auch ohne kostenpflichtige SEO-Tools erfassen. Alles, was Du dafür benötigst, ist die Google Search Console. Falls Du die GSC bis jetzt nicht genutzt hast und wissen möchtest, wie Du nun vorgehen musst, sieh Dir unseren Leitfaden zum Einrichten der Google Search Console an.

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Keywords für SEO finden – Wann ist ein Suchbegriff relevant?

Es ist verlockend, bei der Keyword-Recherche vor allem Suchbegriffe mit einem hohen Suchvolumen zu priorisieren. Das ist aber nicht immer sinnvoll oder Erfolg versprechend. Denn häufig sind hochvolumige Keywords sehr generisch und Du erfährst mitunter kaum etwas über die Bedürfnisse des Nutzers. 

Hochvolumige Suchbegriffe mit einer klaren und relevanten Suchintention hingegen sind meist stark umkämpft. Dann kann es sinnvoll sein, sich für ein ähnliches Keyword mit einem geringeren Suchvolumen und schwächerem Wettbewerb zu entscheiden. Wir zeigen Dir, welche Arten von Suchbegriffen es gibt und wie Du passende Keywords identifizieren kannst.

Entscheidend bei der Keyword-Recherche – die Suchintention

Die Suchintention bezeichnet die Absicht, die ein Nutzer mit einer bestimmten Suchanfrage verfolgt. Sie ist wichtig, um bei der Wahl der Keywords die richtige Entscheidung zu treffen, denn nicht jedes scheinbar attraktive Keyword ist wirklich relevant. 

Wer etwa nach “Costa Rica” googelt, erhält eine Mischung aus verschiedenen Informationen, wie allgemeine Landesinformationen, Videovorschläge mit Dokumentationen, Reisedaten und touristische Angebote. Aus den Suchergebnissen lässt sich also keine eindeutige Intention ablesen, die Nutzer bei der Eingabe des Suchbegriffs haben. 

Diese ist zur Beurteilung der Relevanz eines Keywords jedoch notwendig, denn nur Webseiten, die die Probleme des Nutzers verstehen und geeignete Lösungen anbieten, können erfolgreich sein. Andernfalls hat die Seite kaum Chancen auf gute Rankings oder die Optimierung zahlt sich nicht aus, da der generierte Traffic nicht konvertiert. 

Um Keywords nach ihrer Suchintention zu klassifizieren, wird zwischen informationalen, navigationalen, transaktionalen und kommerziellen Keywords unterschieden. Dabei können auch Mischvarianten entstehen, insbesondere bei generischen Suchbegriffen. Den besten Aufschluss über die Suchintention liefern die SERPs. Es ist also empfehlenswert, die Keywords zu googeln und zu schauen, ob die dafür rankenden Seiten zu den Zielen Deiner eigenen Website passen.

Informationale Keywords

Informationale Keywords beziehen sich auf die Suche nach allgemeinen Informationen zu einem bestimmten Thema. Hier suchen Nutzer etwa nach Anleitungen, Erläuterungen oder Lösungen für ein bestimmtes Problem. Inhaltlich passende Webseiten mit informativen Texten, Bildern und Videos sind hierfür relevant.

Für sehr einfache Fragen liefert Google die gesuchten Antworten mit sogenannten Featured Snippets oft selbst, sodass die Zahl der Klicks je nach Thema geringer als erwartet ausfallen kann. Dennoch sind informationale Seiten oft hilfreich, um die Markenbekanntheit und die Nutzerbindung zu steigern.

Beispiele: “Tastatur reparieren”, “Erdbeereis selbst machen Rezept”

Navigationale Keywords

Navigationale Keywords markieren die Suche nach einer bestimmten Webseite oder Unternehmen. Hier sucht der Nutzer zielgerichtet nach einem Shop, einer Marke oder er will auf die offizielle Webseite des Unternehmens gelangen. Daher eignen sich navigationale Keywords in der Regel nicht für SEO. Kommen User mit navigationalen Keywords auf Deine Website, handelt es sich oft um wiederkehrende Nutzer, die die Seite bereits zuvor besucht haben.

Beispiele: “MediaMarkt Onlineshop”, “Amazon”

Transaktionale Keywords

Transaktionale Keywords signalisieren die Suche nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung. Dabei geht es um die Durchführung eines Kaufs oder die Suche nach einem passenden Anbieter. Hier sind etwa eine klare Produktpräsentation, gute Bewertungen und ein einfacher Kaufprozess wichtig.

Beispiele: “BMW 5er leasen”, “Nike Sneaker kaufen”

Kommerzielle Keywords

Kommerzielle Keywords sind transaktionalen Suchbegriffen ähnlich, jedoch befindet sich der Nutzer noch am Anfang des Kaufprozesses. Die User suchen nach Informationen zu einem Produkt oder Angebot, die ihnen die Kaufentscheidung erleichtern. Hierbei sind etwa Produktvergleiche, Kundenbewertungen und detaillierte Beschreibungen relevant.

Beispiele: “bester Gebrauchtwagen”, “Smartphone Vergleich”

Keywords von Shorthead bis Long-Tail

Zusätzlich werden Keywords hinsichtlich ihrer Länge in Shortheads, Mid-Tail- und Long-Tail-Keywords unterschieden. Diese Unterteilung ist insofern wichtig, als sich die Suchintention bei längeren Suchbegriffen besser ablesen lässt. Gleichzeitig werden sie oft weniger häufig gesucht, bieten mitunter aber auch einen geringeren Wettbewerb.

KeywordShortheadMid-TailLong-Tail
Länge1 bis 2 Wörter2 bis 3 Wörtermehr als 3
Suchvolumenhochmittel niedrig
Wettbewerbhochmittelniedrig

Shortheads

Head-, Short-Tail oder auch Shorthead-Keywords beziehen sich auf Suchanfragen mit einem hohen Suchvolumen, die oft nur aus einem einzigen Wort bestehen. Da sie generisch sind, ist die Suchintention in der Regel nicht eindeutig. Ein Beispiel für ein Head-Keyword ist „Schuhe“. Das Suchvolumen ist hier zwar sehr hoch, ob der Nutzer aber Schuhe kaufen, vergleichen oder etwas anderes möchte, lässt sich nicht eindeutig feststellen. 

Beispiele: “Schuhe”, “Cayman Islands”

Mid-Tail-Keywords

Mid-Tail-Keywords sind spezifischer als Shortheads und haben eine besser ablesbare Suchintention sowie ein mittleres Suchvolumen. Die Conversion Rate bei diesen Keywords liegt meist im mittleren Bereich. Zusätzlich fällt der Wettbewerb häufig niedriger aus, da die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer nach exakt dieser Termkombination suchen, mit jedem zusätzlichen Wort sinkt.

Beispiele: “Schuhe kaufen”, “Cayman Islands Hotel”

Long-Tail-Keywords

Long-Tail-Keywords haben oft ein relativ geringes Suchvolumen, sind jedoch sehr spezifisch und beschreiben die Absichten des Nutzers recht genau. Die Conversion Rate bei diesen Keywords ist oft sehr hoch. Da auch der Wettbewerb häufig geringer ist, kann es sich lohnen, auf Long-Tail-Keywords zu optimieren. Denn häufig sind gute Rankings hier schneller möglich als bei anderen Suchbegriffen.

Beispiele: “Laufschuhe Nike Damen kaufen”, “Cayman Islands Hotel 5 Sterne buchen”

Wie sieht das ideale Keyword aus?

Das perfekte Keyword wird Dir in der Praxis nur selten begegnen. Die folgende Zusammenfassung bietet dennoch eine gute Orientierung:

  • Die Suchintention sollte immer zur Seite passen.
  • Das Suchvolumen ist so hoch wie möglich.
  • Die Keyword Difficulty ist so niedrig wie möglich.
  • Das Keyword hat mindestens 2 bis 3 Terme.
  • Die Conversion Rate in bezahlten Anzeigen ist hoch.

Denke in Themen, nicht in Keywords

Bedenke bei der Auswahl der Keywords, dass es oft nicht sinnvoll ist, nur für einzelne Keywords zu optimieren. Damit Deine Website erfolgreich Rankings aufbauen kann, ist eine logische und thematisch gegliederte Informationsarchitektur notwendig, die es Nutzern erlaubt, weiterführende Informationen zu einem Thema zu erhalten und intuitiv durch die Seite zu navigieren.

Es ist daher ratsam, vor der Optimierung bereits Kategorien und Unterkategorien sowie weitere untergeordnete Seiten auf Basis der Keyword-Recherche zu identifizieren. Dies ermöglicht es, die Inhalte der Webseite logisch zu strukturieren und thematisch sowie hierarchisch geordnet im Verzeichnisbaum anzulegen. Dies erleichtert es Nutzern und Suchmaschinen, sich auf Deiner Webseite zurechtzufinden.

Keyword-Recherche durchführen in 6 Schritten

1. Ziele setzen und Zielgruppe verstehen

Eine Keyword-Strategie kann verschiedene Ziele verfolgen, die wiederum von den Geschäftszielen und Deiner SEO-Strategie abhängen. Mögliche Ziele sind etwa:

  • Mehr organischer Traffic und Umsatz durch direkte Conversions
  • Verbesserung der Sichtbarkeit zur Steigerung der Markenbekanntheit
  • Platzierung für Nischen-Keywords, um für spezifische Themen sichtbarer zu werden und sich von der Konkurrenz abzuheben
  • Optimierung bestehender Inhalte, um diese für Suchmaschinen und Nutzer attraktiver zu gestalten und die Conversion-Rate zu steigern
  • Inhalte der Website zu erweitern, um neue Zielgruppen zu erschließen

Ist die Zielsetzung klar, geht es daran, die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe zu verstehen. Dabei können Faktoren wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Interessen, Verhaltensweisen und Sprachen der Zielgruppe(n) berücksichtigt werden. Mitunter ist es hilfreich, Personas zu erstellen und u. a. folgende Fragen zu beantworten:

  1. Nach welcher Art von Produkt oder Dienstleistung sucht die Zielgruppe?
  2. Wann sucht sie danach?
  3. Welche Geräte nutzt sie für die Suche?
  4. Welche Fragen und Probleme hat die Zielgruppe?
  5. Welche Lösungen und Informationen müssen meine Inhalte bieten?
  6. Welche Sprache nutzt die Zielgruppe?

Die Sprache der Zielgruppe zu verstehen, ist eine vertane Chance für viele Unternehmen. Denn zwischen den Begriffen, für die Seitenbetreiber ranken wollen, und denen, die ihre Zielgruppe verwendet, bestehen oft große Unterschiede. Nutzer verwenden in der Regel keine Fachsprache für Produkte oder Dienstleistungen. Mit Tools wie AnswerThePublic findest Du heraus, welche Fragen zu einem Thema Nutzer in Suchmaschinen gestellt haben.

2. Konkurrenzanalyse durchführen

Vor der eigentlichen Keyword-Recherche solltest Du Deine Mitbewerber genauer betrachten. In der Konkurrenzanalyse betrachtest Du die Rankings der Wettbewerber und findest heraus, ob Lücken in Deiner bisherigen Keyword-Strategie bestehen. Zudem kannst Du potenzielle Schwachstellen der Konkurrenten aufdecken.

Dazu kannst Du in SEO-Tools wie SEMrush oder Sistrix Deine Rankings mit denen der Wettbewerber vergleichen. Suchbegriffe, die Du bei der Konkurrenz entdeckt hast, sammelst Du am besten in einer Tabelle. So erhältst Du oft bereits eine umfangreiche Keyword-Basis. Sammle zunächst alle Begriffe, die Du findest. Die Bewertung und Auswahl erfolgt später.

Vergleich der Rankings von Wettbewerbern mit SEMrush.

3. Fokus-Keyword sammeln

Nach der Analyse der Zielgruppe und der Konkurrenz ist es an der Zeit, grundlegende Suchbegriffe zu finden, die als Basis der weiteren Keyword-Recherche dienen – die Fokus-Keywords. Diese Keywords bestehen in der Regel aus Shorthead- und Mid-Tail-Keywords, die Themenschwerpunkte für Dein Unternehmen markieren.

Um eine Liste mit Fokus-Keywords zu erstellen, mache Dir Gedanken über Themen, für die Deine Webseite in den Suchergebnissen erscheinen soll. Solche Schwerpunktthemen können etwa Produkte, Produktkategorien oder Dienstleistungen in bestimmten Nischen sein. Zusätzlich sollte sich Deine Zielgruppe für das jeweilige Thema interessieren.

Beispiel: Für einen auf Südamerika spezialisierten Reiseveranstalter könnten etwa Fokus-Keywords wie “Costa Rica Reise”, „Kuba Reise” und “Karibik Urlaub” wichtige Hauptthemen sein.

4. Verwandte Keywords für Unterthemen finden 

Nun geht es darum, passende Suchbegriffe, Themen und Nutzerfragen zu finden, die zu Deinen Fokus-Keywords passen. Hierbei ergeben sich in der Regel geeignete Suchbegriffe für Unterkategorien oder Unterseiten, die ein Thema detaillierter betrachten, konkretere Angebote präsentieren oder weiterführende Informationen anbieten. An dieser Stelle sind also auch Long-Tail-Keywords relevant, um Nutzer mit spezifischen Fragen abzuholen.

Um passende Keywords zu identifizieren, kannst Du brainstormen und die Keywordrecherche-Tools verschiedener Anbieter wie SEMRush oder Sistrix nutzen. Hier gibst Du Deine Fokus-Keywords ein und erhältst sofort passende Vorschläge. Je nach Thema können dabei Hunderte bis Tausende Suchbegriffe gelistet werden. Dann bietet es sich mitunter an, die Ergebnisse zu filtern und nur Ergebnisse ab einem bestimmten Suchvolumen oder bis zu einer gewissen Keyword Difficulty anzeigen zu lassen. Auch können bestimmte Terme einfach aus der Suche ausgeschlossen werden.

Die ermittelten Suchbegriffe exportierst Du in Deine Keyword-Tabelle und ordnest relevante Keywords, die Dir sofort auffallen, direkt den passenden Fokus-Keywords zu. So hast Du später einen besseren Überblick über die Themenkomplexe und kannst Deine Webseite besser strukturieren. Eine umfangreiche Kategorisierung der Suchbegriffe erfolgt im nächsten Schritt.

Beispiel: Für unseren Reiseveranstalter für Südamerika-Reisen ergeben sich unter anderem diese Keywords:

  • Costa Rica Rundreise
  • Costa Rica Rundreise Selbstfahrer
  • Kuba Urlaub all-inclusive
  • Kuba Urlaub beste Reisezeit
  • Luxus Karibik Urlaub
  • Sainte-Marie Karibik Urlaub
  • Karibik Rundreise

Beispiel einer Tabelle zur Keyword-Recherche:

5. Recherchierte Keywords gruppieren

Keyword-Listen platzen schnell aus allen Nähten. Kategorisiere und gruppiere daher Deine Suchbegriffe in einer Tabelle und ordne sie den Hauptthemen und Unterkategorien zu. So behältst Du leichter den Überblick und kannst die Erstellung von zu den Keywords passenden Inhalten besser planen.  

Beispiel: Unser Reiseveranstalter hat unter anderem eine Kategorie für Reisen in die Karibik. In dieser Hauptkategorie befinden sich dann auf Basis der Keyword-Recherche Unterkategorien, etwa “Karibik Rundreise”. Jeder dieser Unterkategorien ist dann eine Keyword-Gruppe zugeordnet. Für “Karibik Rundreise” kann diese beispielsweise so aussehen:

  • Karibik Rundreise Inselhüpfen
  • Karibik Rundreise 2 Wochen
  • Karibik Rundreise 3 Wochen
  • Karibik Rundreise Schiff 

6. Keywords analysieren und priorisieren

Nun geht es darum, die ermittelten Suchbegriffe zu bewerten und zu beurteilen, ob sich der Aufwand für eine Optimierung lohnt. Die wichtigsten Kennzahlen hierbei sind Suchvolumen, geschätzter Traffic, CPC, Keyword Difficulty und allen voran die Suchintention. So erhältst Du die benötigten Informationen, um datenbasierte Entscheidungen zu treffen.

Hast Du für die bisherige Recherche SEO-Tools genutzt, hast Du die Daten vermutlich bereits in Deine Tabelle exportiert. Falls nicht, kannst Du die Daten auch nachträglich exportieren. SEMrush etwa bietet die Möglichkeit zu einer Massenabfrage, sodass Du die Daten nicht für jedes Keyword einzeln abrufen musst.

Hast Du die benötigten Daten, bewertest und priorisierst Du jeden Suchbegriff. Denke dabei daran, dass eine passende Nutzerintention wichtiger ist als ein hohes Suchvolumen. Natürlich ist ein Keyword, nach dem niemand sucht, ebenfalls irrelevant. Daher kannst Du in der Tabelle nach Suchvolumen und ggf. Keyword Difficulty filtern, um die Menge der zu analysierenden Begriffe auf potenziell relevante Keywords zu reduzieren.

Ein Hinweis: Je nach Produkt oder Dienstleistung können auch Keywords mit einem geringen Suchvolumen interessant sein. Etwa dann, wenn bereits wenige Conversions zu einer enormen Umsatzsteigerung beitragen. Es lohnt sich also, Begriffe mit geringer Nachfrage zumindest einmal zu überfliegen und im Einzelfall zu entscheiden.

7. Prüfe Deine Keywords auf Synonyme

Ein beliebter Fehler ist es, für jedes Keyword eine separate Seite zu erstellen, auch wenn einige Suchbegriffe Synonyme sind. Dies kostet nicht nur unnötige Ressourcen, sondern kann auch zu einer Keyword-Kannibalisierung führen und Deine Rankings gefährden. Denn Suchmaschinen wie Google wissen dann nicht, welche der inhaltlich gleichen Seiten für eine Suchanfrage relevant ist und testen diese gegeneinander – oft auf niedrigeren Positionen und mitunter bis zum vollständigen Sichtbarkeitsverlust.

Prüfe daher, ob es sich bei den Keywords zu einem Thema wirklich um verschiedene Suchanfragen handelt, oder ob Du es lediglich mit synonymen Varianten desselben Suchbegriffs zu tun hast. Um die Synonymität zu prüfen, kannst Du die Keywords googeln und die Suchergebnisse vergleichen. Das ist jedoch recht mühsam. Leichter von der Hand geht es mit Tools wie dem Overlap Tool von SEO Revolution oder dem SERP Checker von SpySERP. 

Dabei müssen die Suchergebnisse synonymer Varianten nicht immer deckungsgleich sein, geringe Unterschiede sind normal und ändern nichts an der Synonymtät. Für synonyme Keywords wird gemeinsam auf einer Seite optimiert. Halte daher in der Keywordtabelle fest, welche Suchbegriffe zusammengehören.

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SEO-Tools für die Keyword-Recherche

In der Suchmaschinenoptimierung bist Du auf Daten angewiesen und hast es oft mit großen Datensätzen zu tun. Tools erleichtern Dir die Arbeit und sind auch für die Keyword-Recherche ein essenzielles Hilfsmittel. Im Folgenden findest Du einige SEO-Tools aufgelistet, die bei der Erstellung einer Keywordliste nützlich sind:

Google Keyword Planer

Ein kostenloses Tool von Google Ads zur Analyse von Keywords. Das Tool wurde zur Keyword-Recherche für bezahlte Anzeigen entwickelt, ist aber auch für SEO nutzbar. Analysiert werden Suchbegriffe und Webseiten. Der Keyword Planer liefert neben einem Klickpreis auch das Suchvolumen. Ohne Anmeldung ist das Tool jedoch nicht mehr nutzbar.

SEMrush

Ein vielseitiges und leistungsstarkes SEO-Tool, das bei der Analyse und Optimierung von Webseiten unterstützt. Es bietet neben Funktionen zur Keyword-Recherche und Wettbewerbsanalyse auch weitere Tools, etwa zum Monitoring von Rankings und Backlinks sowie technische Audits. Nützlich ist insbesondere die Möglichkeit, bis zu 100 Keywords zeitgleich zu analysieren.

Keyword-Lücken identifizieren mit der Wettbewerbsanalyse in SEMrush.

Ahrefs

Ahrefs bietet ebenfalls eine Komplettlösung, die Dir Tools zur Keyword-Recherche und Konkurrenzanalyse sowie für Backlink-Checks, Monitoring und weitere Funktionen bietet. Im Ahrefs Keyword Explorer findest Du alle für die Keyword-Recherche relevanten Daten wie Suchvolumen und Keyword Difficulty. Auch werden Dir passende Nutzerfragen, ähnliche Keywords und Keyword-Ideen angezeigt.

Sistrix

Ein umfangreiches Tool, das von vielen SEOs genutzt wird. Es bietet zahlreiche Funktionen zur Keyword-Recherche, Backlink-Analyse oder Überwachung Deiner Rankings. Das Tool bietet umfangreiche Informationen zu einzeln analysierten Suchbegriffen und liefert weitere Suchvorschläge, von Nutzerfragen sowie eine Übersicht über die SERPs.

Keyword-Analyse mit Sistrix.

XOVI

Xovi ist ebenfalls ein umfassendes Tool, das verschiedene Funktionen vereint. Neben dem Keywordtool liefert Xovi nützliche Daten zur Onpage-Optimierung, Backlink-Analyse und Social-Media-Analyse.

Keyword.io 

Ein einfach zu bedienendes und kostenloses Keywordtool zur schnellen Recherche von Longtail-Keywords. Es liefert zwar nur wenig Daten, kann jedoch zur Keyword-Recherche für verschiedene Suchmaschinen genutzt werden, darunter neben Google und Bing auch Amazon sowie YouTube.

Recherche von Longtail-Keywords mit keyword.io.

Ubersuggest

Ubersuggest bietet ein kostenloses Keywordtool, das Keyword-Ideen, Suchvolumen und Daten zur Keyword Difficulty liefert. Das Tool ist vor allem geeignet, um Keyword-Kombinationen und Variationen bei der Themenrecherche zu identifizieren. Ubersuggest bietet zudem zusätzliche Funktionen wie Domain-Analyse und Backlink-Checks.

Google Trends

Ein kostenloses Tool von Google, das es Benutzern ermöglicht, Suchtrends und saisonale Schwankungen von Keywords zu analysieren. Google Trends ist ideal für die Keyword-Recherche zu saisonalen Themen und Suchtrends.

Analyse saisonaler Suchtrends im Zeitverlauf mit Google Trends.

Hypersuggest 

Hypersuggest bietet eine günstige Alternative zu teuren Komplettlösungen und ermöglicht umfassende Keyword-Recherchen mit einer Vielzahl von Funktionen. So ermöglicht es etwa, spezifische Keywords auf der Grundlage von Branchen- oder Themenbegriffen zu finden, zu gruppieren und anhand der wichtigsten Kennzahlen zu bewerten.

SECockpit

SECockpit beinhaltet ein vollständiges Keyword-Recherche-Tool, das eine Vielzahl von Funktionen bietet, einschließlich der Analyse von Wettbewerbern und der potenziellen Rentabilität von Keywords. Es ermöglicht zudem eine schnelle Kategorisierung und Gruppierung Deiner Suchbegriffe.

Fazit: Eine Keyword-Recherche benötigt Zeit

Eine Keyword-Recherche muss sorgfältig erfolgen, damit sich die Optimierung am Ende auszahlt. Viele Unternehmen investieren bereits zu wenig in die Vorbereitung. Dabei entsprechen die Suchbegriffe, für die Seitenbetreiber ranken wollen, oft nicht denen, für die sie ranken können oder für die ein Ranking überhaupt sinnvoll wäre.

Daher lohnt es sich, die nötigen Ressourcen für die Keyword-Recherche bereitzustellen, genügend Zeit in die Kategorisierung und Gruppierung der Suchbegriffe zu investieren und die gewonnenen Erkenntnisse in die Seitenstruktur einfließen zu lassen. So ergibt sich der Grundstein für eine logische und intuitive Informationsarchitektur, die Suchmaschinen wie Nutzer gleichermaßen zufriedenstellt und so maßgeblich zum Geschäftserfolg beiträgt.

Dazu sind nicht zwangsläufig kostenpflichtige SEO-Tools notwendig. Die kostenlose Google Search Console gibt Dir einen präzisen Einblick in die Entwicklung bestehender Rankings. Und für die Recherche neuer Keywords stehen kostenlose oder günstige Alternativen zu den großen Tool-Anbietern bereit. Für große Webseiten ist eine Komplettlösung, die alle wichtigen Funktionen an einem Ort vereint, jedoch eine sinnvolle Investition.

Ansprechpartner
Geschäftsführer
Christian B. Schmidt

Christian optimiert seit 1998 Websites und berät Unternehmen seit 2005 im Online Marketing. Als Geschäftsführer der Agentur verantwortet er Marketing und Vertrieb. Gerne beantwortet er Fragen und sendet weitere Informationen zu.